Kilimandscharo Tour: Mein Erfahrungsbericht 2/2

Die Teilnahme an einer Kilimandscharo Tour, die Besteigung des höchsten Bergs Afrikas, steht schon lange auf meiner persönlichen Bucketlist. Es wird Zeit das große Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wie läuft die Wanderung auf den einzelnen Etappen ab? Wie fühlt man sich dabei? Was gibt es zu beachten? Teil 2 meines Erfahrungsberichts, vom Barranco Camp bis zum Mweka Gate.

Was lernst du in diesem Artikel?

Kilimandscharo Tour: Mein Erfahrungsbericht 2/2

„It’s not the mountain we conquer – but ourselves!“ – Edmund Hillary

Das Zitat von Mount Everest – Erstbesteiger Hillary bringt es auf den Punkt: Die Tour zum Gipfel des Kilimandscharo ist gut geeignet zum Nachdenken und Selbst-Reflektion. Die Zeit ohne Ablenkung durch Technik und alternative Aktivitäten ist lang, man ist früh im Schlafsack, das Wandern hat einen meditativen Charakter.

Verpasse nicht Teil 1 meines Erfahrungsberichts zur Besteigung des Kilimandscharo!

In Teil 1 berichte ich von der Anreise nach Moshi, den ersten 3 Tagen der Tour mit dem Start am Machame Gate des Kilimanjaro National Parks, über die Akklimatisation am Lava Tower bis zur Ankunft im Barranco Camp. Weiter geht es an Tag 4.

Buntes Gruppenbild mit Mount Meru

Kilimandscharo Tour Tag 4: Barranco Camp – Karanga Camp – Barafu Base Camp

Start: 3.900 Meter; Zwischenziel: Karanga Camp (3.995 Meter); Ziel: Barafu Camp auf 4.673 Metern

Kletterpassage durch die Barranco Wall

Um 6 Uhr ist schon wieder Tag… die Töpfe schlagen gegeneinander.
Erholsamer Schlaf? Naja, wenigstens teilweise – vor und nach meinem erzwungenen nächtlichen Ausflug.

Es gibt völlig überraschend Kuchen zum Frühstück, zu Ehren unseres Hochzeitsreise-Pärchens. Ja, du hast richtig gelesen, es gibt durchaus Pärchen, die ihre Hochzeitsreise – oder zumindest einen Teil – auf dem Kilimandscharo verbringen. Man merkt richtig, wie das Team versucht die Motivation in der Gruppe hochzuhalten. Es wird gesungen, als der Kuchen angeschnitten wird.
Hier an der Barranco Wall haben wir diesmal sogar eine „Toilette with a view“. Ein traumhafter Ausblick vom Felsvorsprung, als sich der Nebel langsam verzieht.

Zudem ein überragender Rundumblick: Auf den Gipfel, der immer näher kommt, und ins Tal.
Der Boden ist wieder hart gefroren. Ich schlüpfe schon fast automatisch in die schweren Wanderstiefel.
Die Gruppe kämpft sich durch die Barranco Wall, Kletterpassagen und teils schwierige Abschnitte. Ganz anders als das mehr oder weniger kontinuierliche gemütliche Bergauf-Laufen. Besondere Kletter-Technik oder -Erfahrung ist aber nicht erforderlich. Im Regen hier hoch zu klettern wäre die absolute Katastrophe – und wahrscheinlich richtig gefährlich.

Mir persönlich macht es richtig Spaß! Ein toller Tag, abgesehen vom Gipfel mein Highlight.
Es bieten sich wieder unglaubliche schöne Ausblicke: Auf die bunte Gruppe, den Gipfel, weit ins grüne Tal, auf Mount Meru, kleine Steintürme, das immer kleiner werdende Camp, von dem wir morgens gestartet sind.

 

 

Es ist sogar Zeit für eine ausgedehnte Fotopause mit der Gruppe, die Stimmung steigt wieder merklich an, das „Tal der Höhenkrankheit“ vom Vortag scheint überwunden zu sein.
Anschließend folgt ein langer Marsch durchs Geröllfeld – Bäume gibt es schon lang keine mehr.

Mittagspause in Karanga und Aufstieg zum Base Camp

Das Karanga Camp kommt in Sichtweite – allerdings ist noch ein tiefes Tal dazwischen.
Auch heute ist wieder Akklimatisation vom feinsten angesagt, das ständige hoch und runter tut sein übriges.
Mittagessen gibt es heute im Karanga Camp auf 3.995 Metern, unser Messezelt entdecken wir mittlerweile von weitem. Nach dem Essen wird klar: Wir sind noch lange nicht am Ende der heutigen Etappe angelangt.
Die Gruppe schleppt sich im Schneckentempo einen langgezogenen Hang hoch, es zieht gewaltig, eine Gruppe von Windjacken und vermummter Köpfe.

Außer ein paar Gräsern gibt es gar keine Pflanzen mehr.
Der Gipfel ist nun in Sicht, kaum vorstellbar, dass wir in weniger als einem Tag dort oben sind. Alles ist weiß, schneebedeckt.
Man kann aber auch deutlich erkennen, wie weit es noch ist. Selbst vom heutigen Ziel, dem Barafu Camp auf 4.673 Metern sind es noch über 1.200 Höhenmeter.

Es geht seeeeehr langsam voran, „Pole Pole„. Die Guides bremsen uns bewusst stark ab. Alleine würde ich viel schneller laufen – und hätte damit wahrscheinlich viel mehr mit der Höhe zu kämpfen. Eines lernt man ganz sicher bei der Kilimandscharo Tour: Geduld. „Hope & Love“ ist mit Steinen am Wegesrand geschrieben – Hoffnung haben mittlerweile wieder alle.

 

 

Kilimandscharo Tour: Ankunft im Barafu Base Camp

Nach weiteren Stunden Marsch durch die Geröllwüste erreichen wir das Barafu Base Camp auf einem zerklüfteten Plateau
Die Latrinen stehen an einem steilen Abhang, zum Glück haben wir unsere eigenen Toiletten dabei.
Natürlich ist unsere Gruppe wie immer nicht die einzige im jeweiligen Camp, aber total überlaufen wirkt es nicht. Es ist Anfang November, nicht unbedingt die Hauptsaison. Dafür haben wir mit dem Wetter aber bisher extrem Glück gehabt. Man erzählt uns, dass wegen schlechter Witterung noch vor wenigen Tagen die Besteigung des Gipfels ausgesetzt wurde – zu gefährlich. Ein zerstörter Telegraphenmast zeugt von diesem Wetter. Wir glücklichen…

Die Stimmung ist gut im Camp. Wir machen Witze darüber, dass mal wieder das Wifi nicht funktioniert , ob wir heute in Abend die Sauna oder in die Bar gehen wollen, zur Happy Hour mit Kili Shots. Natürlich gibt es im spartanischen Camp nichts dergleichen.
Alle sind extrem müde vom Tag.

Ich kann mich nicht mehr bewegen, aber immerhin ist von der Höhe nichts zu merken. Die Instruktionen gibt es schon um 17:30 Uhr, ein ebenso frühes Abendessen. Während des Abendessens geht die Sonne unter – für mich eine höhere Priorität als das Essen.
Die Wolken haben sich verzogen und geben den Blick frei auf bisher ungesehene Umgebung jenseits des Camps. Ein absoluter Traum.

 

 

Vor 19 Uhr liegen alle in den Zelten, alle in gespannter Erwartung und Vorfreude. Das Treffen in voller Montur für den Marsch zum Gipfel ist für 23 Uhr (!) angesetzt. Wer kann, schläft noch ein wenig…

Erkenntnis des Tages

Ach, was für eine tolle Bergwelt und ein tolles Abenteuer!

Kilimandscharo Tour Tag 5: Barafu Camp – Stella Point – Uhuru Peak – Barafu Camp – High Camp

Start: 4.673 Meter; Zwischenziel: Uhuru Peak (5.895 Meter); Ziel: High Camp auf 3.950 Metern

Der laaaange Marsch durch die Nacht

Es ist stockdunkel, es ist eisig kalt – eigentlich alles wie immer morgens. Nur dieses Mal ist es nicht Morgen, es ist 23:30 Uhr, als sich die Gruppe nach keinem oder viel zu kurzem Schlaf und einer ersten Tasse Tee / Kaffee in Bewegung setzt.
Einige sind beim Loslaufen schon dick vermummt, andere haben noch Kleidungsreserven im Daypack.

Für den Marsch zum Stella Point sind 4,3 Kilometer und 6 Stunden eingeplant, zum Uhuru Peak 5 Kilometer und 7 Stunden – so sagen es zumindest die Hinweisschilder im Camp. Meine Lampe leuchtet nur äußerst schwach, das sah zuhause viel stärker aus. Nach einger Zeit gebe ich auf und lösche die Lampe, richte mich nach den Lichtkegeln der anderen.

Mit uns 12 Wanderern sind 10 Guides (!) mit unterwegs, das macht fast einen pro Teilnehmer. Es macht wieder deutlich, wie wichtig die Sicherheit ist und dass Betreuungskomfort im Vordergrund steht. Im Gegensatz zu uns laufen die Guides ohne Stirnlampen, ohne Stöcke.

Langsam kämpft sich die Gruppe durch die Dunkelheit, Schritt für Schritt, im Schneckentempo. So langsam bin ich wahrscheinlich noch nie gelaufen, man kann es sich kaum vorstellen. Im Gegensatz zu den letzten Tagen sind wir schon müde, bevor wir überhaupt aufbrechen. Dazu kommt die Kälte, die in der Nacht noch viel intensiver ist, und die immer größer werdende Höhe.
Zwischendrin stelle ich mir ständig die Frage, wann wir die 5.000 Meter überstiegen haben.

Die kurzen Pausen werden meist dazu genutzt, weitere oder dickere Kleidungsschichten anzulegen – sofern noch verfügbar.
Im Maximum trage ich ein Merino-Langarmshirt, meinen Mammut-Wanderpulli, einen 200er Fleecepulli, eine Daunenjacke und die vor Wind schützende Hardshell-Jacke.

Und immer weiter geht es durch die Nacht, Schritt für Schritt, Stunde um Stunde.
Einige aus der Gruppe schlafen halb oder ganz im Gehen, nähern sich immer wieder torkelnd dem Rand des schmalen Weges, um dann wieder vom Hintermann durch einen leichten Schupser in die richtige Bahn gelenkt zu werden.

 

 

Kilimandscharo Tour: Banger Blick nach oben

Zum Sonnenaufgang wollen wir am Stella Point sein. Umso stutziger macht es mich, als der rote Streifen am Horizont immer breiter wird, der Rand des Gipfels aber noch unerreichbar weit entfernt scheint.
Als gegen 5:30 – 6:00 Uhr die Sonne aufgeht, machen wir tatsächlich irgendwo mitten im Hang Pause, es wird Kaffee und Tee ausgeschenkt. Es wird klar, dass wir mindestens 2 Stunden hinter Plan sind. Trotzdem hat selten ein Kaffee so gut geschmeckt – und dabei ist es eigentlich seit Tagen nur diese braune Brühe aus Pulver.

Die Guides verringern immer mehr das Tempo. Auf dem weiteren Weg nach oben werde ich immer ungeduldiger. Es ist mittlerweile wie jeden morgen das tollste Wetter, strahlend blauer Himmel. Jetzt muss man einen tollen Ausblick von Stella Point und vor allem vom Gipfel haben. ABER: Die letzten Tage zogen ab einer gewissen Uhrzeit auch immer Wolken rein. Wie ärgerlich wäre das denn? Wegen „Verspätung“ auf dem Weg zum Gipfel ein eingeschränkter Blick!

Harter Zwischensprint zum Stella Point und Marsch zum Gipfel

Die letzte Stunde zum Gipfelrand ziehe ich das Tempo an, ich fühle mich trotz stundenlanger Wanderung noch fit genug. Ob das besonders clever war? Wahrscheinlich nicht, das extrem langsame Tempo ist ja durchaus sinnvoll.
Als erster erreiche ich die Kuppel. Die Aussicht von Stella Point auf die verschneite und vereiste Kraterlandschaft ist einfach unglaublich, auch Uhuru Peak ist schon zu sehen.
Mein Trinkwasser im Beutel und in der Flasche ist mittlerweile eingefroren.

Am Stella Point sammelt sich die Gruppe wieder und tritt den Sturm zum Gipfel an.

 

Wir erreichen alle zusammen den Gipfel, gegen 9:15 Uhr, fast 10 Stunden nach Abmarsch am Basecamp. Uhuru Peak, 5.895 Meter hoch. Der buchstäbliche Höhepunkt der Kilimandscharo Tour.

Sowohl das ALLE, als auch das ZUSAMMEN sind bemerkenswert, ich hätte vorher nicht gedacht, dass es alle schaffen. Viele mussten gerade in den letzten Stunden schwer dafür kämpfen.

Nach meinem kleinen Sprint zum Stella Point gestaltet sich auch für mich der Weg zum Uhuru Peak extrem anstrengend, die Luft bleibt weg, die Beine sind schwer und für jeden Schritt muss man sich neu motivieren.
Trotz Erschöpfung ist die Stimmung ausgelassen, alle umarmen sich, das obligatorische Gipfelfoto wird geschossen, jeder posiert natürlich auch einzeln vor dem Schild.

 

 

Auch unser Hochzeitsreise-Pärchen bekommt den Lohn für viele anstrengende Tage: Ihr gemeinsames Gipfelbild, das sicher in Zukunft einen besonderen Platz im Haus einnehmen wird. Ich werde aus Gesichtern mit Nasenbluten angegrinst.
Alle genießen noch ein wenig den – buchstäblich – atemraubenden Ausblick über die Gletscher- und Kraterlandschaft, dann beginnen die ersten den Abstieg.

Vor lauter Müdigkeit hätte ich fast den „Gipfelschnaps“ vergessen, einen Schluck tansanischem Brandy aus meinem Flachmann, der extra für diesen Moment die Kilometer auf den Berg mitgemacht hat.

Abstieg im Tunnel von Müdigkeit und Erschöpfung

Dann beginnt auch für mich der Abstieg, es wird mir wie eine Ewigkeit vorkommen. Ich bin totmüde, schleife die Stöcke nur noch übers Geröll hinter mir her. Der Weg nach unten ist recht gefährlich, weil die Konzentration doch extrem nachlässt. Ich schlafe halb im Gehen, in jeder Pause muss ich geweckt werden.

Beim Anblick des soooo weit entfernten Camps bekomme ich Tränen in die Augen. Am liebsten würde ich einfach an Ort und Stelle liegen bleiben, ein paar Stunden schlafen und dann ins Camp folgen. Auch auf über 5.000 Metern auf den kalten Steinen, egal. Schlafen geht jetzt überall problemlos möglich.

Der Weg wird gefühlt immer länger statt kürzer, erst nach gut 4 Stunden erreicht unsere kleine Splittergruppe das Camp. Da so viele Guides mit nach oben gekommen sind, kann jeder mit Guide in eigenem Tempo laufen. Ein Glücksfall, ich wäre alleine sicher irgendwo im Hang liegengeblieben und hätte geschlafen.

Das Bittere ist die Gewissheit, dass wir heute noch vom Basecamp mindestens zwei Stunden ins nächste Camp für die Übernachtung laufen müssen – unvorstellbar, dass mein Körper das auch nur ansatzweise mitmacht.
Auf halben Weg kommen uns weitere unserer G-Fighter entgegen, um uns die Daypacks abzunehmen und somit zu unterstützen. Dafür sind wir unglaublich dankbar.

Bis zum Mittagessen bleibt uns ein wenig Zeit zum Schlafen. In voller Gipfel-Montur falle ich ins Zelt, nur die Hardshell Jacke ziehe ich vorher aus.Nach dem Mittagessen laufen wir tatsächlich noch gute zwei Stunden ins High Camp auf 3.950 Metern. Leicht bergab, den Gipfel des Kili im Rücken. Wahnsinn, dass wir vor nur wenigen Stunden dort oben waren.

Zum Abendessen gibt es wieder eine Überraschung: KUCHEN! „Congratulation for Summiting“. Kleine Geste, große Wirkung. Alle sind so glücklich, es geschafft zu haben. Erschöpft, aber glücklich. „Kejkii, kejkiiiohooo“ oder so ähnlich klingt das Lied der Guides für den Kuchen, in das alle einstimmen.

 

 

Natürlich wird es wieder ein sehr kurzer Tag, vor allem heute. Vor 20 Uhr sind alle in den Zelten und schlafen – das letzte Mal am Berg, das letzte mal im Schlafsack, das letzte Mal frieren beim nachts aufstehen

Erkenntnis des Tages

Pole Pole„, auch wenn man denkt man könnte schneller!

Kilimandscharo Tour Tag 6: High Camp – Mweka Camp – Mweka Gate – Moshi

Start: 3.950 Meter; Zwischenziel: Mweka Gate (1.800 Meter); Ziel: Moshi auf 800 Meter

Vom High Camp bietet sich am morgen vor dem Frühstück wieder ein absolut traumhafter Ausblick. Ein schier endloses Wolkenmeer im Tal, daraus erscheint Mount Meru und direkt über unserem Camp erhebt sich majestätisch der Kili. Wow!

Nach dem leckeren Frühstück ist es schon Zeit, sich von den G-Fighters zu verabschieden. Bewegende Reden zum Abschied von den Trägern Es wird wieder viel gesungen und getanzt, jeder wird einzeln verabschiedet. Ich richte Dankesworte an jeden einzelnen, eine kurze Umarmung. Jedem aus der Gruppe ist klar, dass wir es ohne die G-Fighters niemals geschafft hätten. Sie haben uns in den Camps und am Berg soviel Komfort gegeben, wie unter diesen Umständen möglich. Asante Sana – Vielen Dank!

Für heute stehen rund 6 Stunden auf dem Programm, die letzte Etappe der Kilimandscharo Tour. 6 Stunden stetig bergab, vorbei am Mweka Camp und wieder in den Regenwald. Jeder ist nach dem erfolgreichen Tag gestern beschwingten Schrittes unterwegs.
Wir erreichen das Mweka Gate, der Ausgang aus dem Kilimanjaro National Park. Bezeichnender Weise gibt es hier die ersten Regentropfen. Bisher hatten wir ja viel Glück. Wir tragen uns offiziell in das Buch ein, wie jeden Tag.

 

 

Kilimandscharo Tour: Zurück aus der ruhigen Bergwelt

Die Fensterscheiben des Ranger-Büros sind der erste Blick in den Spiegel seit 6 Tagen.
Wie seltsam… Kaum im Bus, fängt es richtig an zu regnen. Auch während des Mittagessens in der nahen Umgebung regnet es wie aus Eimern, ununterbrochen.

Jedem wird wieder klar vor Augen geführt, was für ein riesiges Glück wir hatten. So ein Wetter auch nur zu einem kurzen Zeitpunkt der Wanderung wäre extrem auf die Stimmung geschlagen. Die nassen Kleider wären auch in der Kälte nie wirklich trocken geworden.
Zurück ins Hotel. Und nun weitere Highlights, die man sonst als selbstverständlich erachtet: Fließendes Wasser. Dusche. Warme Dusche! Steckdosen. WIFI. Ein Bett.

Im kleinen Konferenzraum des Hotels findet die Abschlussbesprechung statt. In dem Raum mit seiner Kilimandscharo-Routen-Wandbemalung saßen wir vor 6 Tagen schon einmal, in banger Vorahnung, was uns auf dem langen Weg nach oben erwartet
Nun haben alle einen freudigen Ausdruck auf dem Gesicht, das erste Bier (natürlich „Kilimanjaro“) vor sich und das Handy wieder in der Hand.

Es findet eine feierliche Abschlusszeremonie statt, mit Zertifikat und Armband. Alle sind extrem stolz.
Nach einem leckeren Abendessen, ein paar weiteren Kilimandjaro Bier mit dem Werbespruch „If you can’t climb it, drink it!“ und den ersten Verabschiedungen geht es ins Bett. Am nächsten Morgen endet nach dem Frühstück und der Ab- oder Weiterreise aller Gruppenmitglieder eine extrem eindrucksvolle Tour.

Erkenntnis des Tages

Die Gefahr ist leider viel zu groß, schnell wieder in den Alltagstrott mit Handy und allem erdenklichen Komfort zu verfallen. Man konnte auch ohne das eine tolle Tour mit einer tollen Gruppe erleben!

Wie kommt man günstig von Moshi zum Kilimanjaro Airport?

Meist werden nur teure Shuttles von Moshi zum Flughafen angeboten. Wenn du auch hier ein wenig Geld für die nächste Reise sparen möchtest, hier liest du wie es geht:

Starte zunächst mit einem „Dalla Dalla“ (tansanische Dreirad-Rikscha) zum Moshi Bus Stand. Von hier steigst du in einen Bus nach Arusha. Lass dich nicht von dem Gewusel und Geschrei auf dem Busparkplatz irritieren. Vor allem als Weißer wird man von allen Seiten beäugt und angesprochen.
Sag dem Busfahrer, dass du zum Flughafen möchtest.

 

 

Er lässt dich am KIA Bus Stop raus, an der Kreuzung von Arusha – Himo Road zur Kilimanjaro Airport Road.
Von hier aus nimmst du ein Taxi. Da es nur noch rund 7,5 Kilometer geradeaus bis zum Flughafen sind, fallen von hier auch die Kosten für ein Auto nicht mehr ins Gewicht. Für die etwas Abenteuerlichen geht auch das kostengünstige Motorrad-Taxi nehmen. Mit zwei Rucksäcken nicht ganz einfach, aber machbar!

 

Deine Abenteuerlust wurde geweckt und du möchtest mehr über die Besteigung des Kilimandscharo wissen? Wenn du über die Artikel hinaus Fragen hast, schreib mir gerne!

Gute Reise und viel Erfolg am höchsten Berg Afrikas 🇹🇿

 

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